Sonntag, 29. März 2015

Was ist mit Schokolade?


Schokolade ist - für viele von uns - Nervennahrung und macht - in Maßen genossen - nicht dick. Leider gehen die Verzehrempfehlungen zu Schokolade bei einer FODMAP-armen Diät extrem auseinander.

Zum Einen ist der enthaltene Zucker problematisch. Je nach Quelle zu den FODMAPs soll bereits Haushaltszucker gemieden bzw. nur in kleinen Mengen verzehrt werden.

Zum Anderen ist in Schokolade ggf. Milchzucker enthalten, dessen Menge jedoch von Schokolade zu Schokolade enorm schwankt.

Zu meinen "Produkttests":

Verschiedene Schokoladensorten:

Bitterschokolade / dunkle Schokolade / Schokolade (dunkel)

Ich habe mir erlaubt, die Einstufungen zu Bitterschokolade und dunkler Schokolade zusammenzuziehen. Lt. Wikipedia reden wir hier immer von einer Schokolade mit sehr hohem Kakaoanteil. Die Quellen meinten also den gleichen Schokoladentyp.

2 Quellen sagen: Ok; 3 Quellen sagen: Nein
Bitter- bzw. dunkle Schokolade würde ich persönlich als "erlaubt" einstufen. Zum Einen sind die FODMAPs darin nur geringfügig enthalten, zum Anderen sollte man sich nicht alles komplett verbieten, weil dann der Heißhunger auf das "Verbotene" umso größer wird.

Milchschokolade, Vollmilchschokolade und weiße Schokolade

Lt. Wikipedia gibt es ebenfalls keinen Unterschied zwischen Milch- und Vollmilchschokolade, weswegen ich auch diese beiden Produkte zusammengezogen habe.

Hier sind sich die Quellen einig: Nein!
Je nach Quelle wird von etwa 6 bis 10g Laktose pro 100g Milch-/Vollmilchschokolade gesprochen. Zum Vergleich: Bitterschokolade enthält weniger als ein Zehntel, Joghurt und Milch kommen auf weniger als die Hälfte. Jetzt könnte man argumentieren, dass man 100g Joghurt oder 100ml Milch schneller konsumiert hat als 50g Schokolade, aber gerade bei zartschmelzender Schokolade besteht die Gefahr, dass man "weiter" isst (was bei Bitterschokolade eher nicht der Fall ist). Hier sollte in meinen Augen auf die laktosefreien Alternativen ausgewichen werden (fruktosefrei kann ich dagegen nicht empfehlen, siehe unten).

Weiße Schokolade

Weiße Schokolade enthält mehr Milchpulver, aber offenbar kaum mehr Laktose als Milch-/Vollmilchschokolade, auch wenn man das alleine wegen der Farbe annehmen könnte.

Nur eine Quelle gefunden: Nein!
Damit gilt hier das Gleiche wie bei Milch-/Vollmilchschokolade: lieber nicht.

Schokoladen-Nuss-Aufstrich

Ich war äußerst erstaunt, dass eine einzige Quelle tatsächlich die Erlaubnis zum Verzehr von nutellaartigen Aufstrichen erteilt! Bei einem Blick auf die Rezeptur würde ich eher davon abraten und eine gesunde Scheibe Käse aufs Brot legen. Außerdem definiert sicherlich jeder selber seine eigene "kleine Menge" ...



Grundsätzlich wird empfohlen, Schokolade nur in kleinen Mengen zu genießen. Eine "kleine Menge" wird dabei mit ca. 30g Schokolade (ca. ein Riegel, je nach Tafel) beschrieben, wobei ich das schon wieder für eine nicht mehr kleine Menge halte. Immerhin reden wir hier von fast einem Drittel der Tafel! Eine andere Seite spricht sogar von 100g als "typische Portionsgröße"?!

Von Schokolade braucht man keinen ganzen Riegel und schon gar nicht die ganze Tafel, ein Stückchen dunkle Schokolade bzw. laktosefreie Milchschokolade reicht völlig aus, um sich dann und wann zu belohnen.

Feodora Edelbitter

Kürzlich gab es beim Penny Feodora-Schokolade im Angebot. Bisher war das in meinen Augen eher eine Omi-Schokolade :) Allerdings kann ich die Sorte "Edelbitter" wärmstens empfehlen!

Aufschrift

Zutaten: Kakaobohnen, Zucker, Kakaobutter, Emulgator: Rapslecithine, Bourbon-Vanille-Extrakt, Bourbon-Vanille-Schoten. Kann Spuren von Milch und Nüssen enthalten. Kakao: 60% mindestens.

Frankonia Dextrose Vollmilch Schokolade

Von Frankonia gibt es eine Schokolade "Vollmilch ohne Fruktose- und ohne Kristallzuckerzusatz", zusätzlich ist das Produkt glutenfrei. Auf den ersten Blick sieht das nach FODMAP-armer wenn nicht sogar -freier Schokolade aus!

Verpackung

Die Tafel ist nur 80g leicht, kostet aber so viel wie ihre fruktosehaltigen und laktosefreien Kollegen mit 100g. Die Verpackung ist ebenfalls hellblau, hebt sich aber durch einen roten Balken oben und unten mit der Aufschrift "Dextrose Vollmilch" ab.

Geschmack

Die Aufschrift verspricht eine "zartschmelzende Vollmilch-Schokolade für unbeschwerten Genuss". Vielleicht liegt es an der schwächeren Süßkraft oder der andersartigen Konsistenz des Traubenzuckers, dass ich eher das Gefühl hatte, auf einem fettigen Klotz herum zu lutschen. Auch im Nachhinein hatte ich nur ein fettiges Gefühl im Mund. Der Genuss ist somit vielleicht unbeschwert, geschmacklich aber war die Schokolade ein Reinfall. Nicht empfehlenswert!

In der dextosefreien Serie von Frankonia gibt es noch weiter Sorten, die ich aber nicht mehr testen mag.


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